fbpx
Die Schweizer siegen mit 4:0 gegen Dänemark

Ein Punkt verloren

Die Juniorennationalmannschaft kann im ersten Spiel an der Weltmeisterschaft in Vancouver einen Punkt gewinnen. Janis Moser sagte nach dem Spiel: «Wir haben einen Fehler beim Wechseln gemacht. Dies kostete uns den Sieg.»

Was für ein Spiel der Schweizer Juniorennationalmannschaft! Im ersten Drittel konnten die jungen Eisgenossen kaum einen wirklich guten Schuss platzieren. Die Tschechen waren in allen Belangen dominant, konnten das Spiel bestimmen und liessen nichts anbrennen. Nur dank einer ausgezeichneten Leistung von Luca Hollenstein lagen die Schweizer nach einem Drittel nicht zurück. Immer wieder war der Torhüter die Endstation der Angriffe der Tschechen.

Im zweiten Drittel änderte ich das Spielgeschehen. Die Schweizer wurden mutiger, nutzen eine der vielen Strafen der Tschechen zur 1:0 Führung aus. Nando Eggenberger konnte sich als erster Torschütze der Weltmeisterschaft in Vancouver feiern lassen. Die Freude währte jedoch nur kurz. 77 Sekunden nach der Schweizer Führung glichen die Tschechen, entgegen dem Spielverlauf, zum 1:1 aus. Wir könnten nun die Schuld an diesem Gegentreffer Luca Hollenstein zu schreiben. Dies machen wir aber nicht. Zu vor hat der Schweizer Torhüter zu viele gute Chancen zu Nichte gemacht. Wir müssen die Verteidiger Tadeln, die zu wenig konsequent auf den Gegner gingen und Martin Kaut die Chance gaben, den Abschluss erfolgreich zu gestalten.

Martin Kaut trifft gegen die Schweiz zum Ausgleich. (Bild: Zimbio.com)

Nach diesem Ausgleich übernahmen die Schweizer das Spiel. Mit einer ausgezeichneten Puckbeherrschung, einem guten Management der Scheibe und viel Selbstvertrauen spielten sie die Tschechen oft aus. Zu einem Tor Erfolg reichte es für die Schweizer jedoch nicht mehr. Christian Wohlwend sagte gegenüber eishockeywelt denn auch: «Wir haben das Spiel in den letzten 30 Minuten bestimmt. Wir hatten bereits vor zwei Jahren in Finnland den Tschechen zwei Punkte im eröffnungsspiel stehlen können.»

Auf die Frage, was im Vergleich zum damaligen Spiel anders war, betonte der Trainer, dass die Schüsse qualitativ sehr gut waren. Dies war in Helsinki nicht so. Damals wären die Schüsse nicht gut genug gewesen.

Angesprochen auf die doppelte Überzahl kurz vor Spielende und wieso die Schweiz hier nicht reüssierte, meinte Wohlwend: « Im 5:3 wollten wir zu viel ausprobieren! Dies war nicht gut. Wir wollten das Spiel in dieser Situation einfacher halten mehr auf das Tor schiessen!»

Christian Wohlwend – Der Trainer der Schweizer kann nicht ganz zufrieden sein (Bild: Screenshot Youtube)

Diese doppelte Überzahl hätte das Spiel für die Schweizer kehren sollen und den Sieg nach Hause fahren sollen.

Janis Moser war mit dem Spiel zufrieden. «Wenn wir die ersten 20 Minuten ausklammern, haben wir ein sehr gutes Spiel gezeigt. Wir arbeiteten hart für den Erfolg und konnten und ein Chancenplus erarbeiten. Dass es am Ende nicht gereiht hat ist ärgerlich., Wir haben im falschen Moment gewechselt. Und dies war dann die >Entscheidung., Vielleicht wäre es besser gewesen, wir hätten die Scheibe länger in unseren Reihen zirkulieren lassen. Doch im drei gegen drei ist ein Linien Wechsel nicht einfach, Hier muss der richtige Zeitpunkt gefunden werden. Dies war hier leider nicht der Fall.»

In der Nacht auf morgen Freitag kommt es um 02:00 Uhr zum Spiel gegen Gastgeber Kanada. «Die Kanadier haben ein talentiertes Team. Vor allem die erste Linie ist sehr gut besetzt. Wir müssen das Spiel lange ausgeglichen gestalten. Dann liegt ein Punkt auch gegen die Kanadier im Bereich des möglichen», sagt Christian Wohlwend nach dem Spiel gegen die Tschechen.

Janis Moser blickt zuversichtlich auf das Spiel gegen Kanda (Foto: Mauricette Schnider / Planethockey)

Auch Janis Moser sieht es wie sein Trainer: «Die Kanadier haben ein gutes Team. Wir müssen von Beginn an dort weiter machen wie wir im Spiel gegen die Tschechen aufgehört haben. Dieses Gefühl, dass wir gegen einen starken Gegner einen Punkt holen konnten, wird uns helfen. Wir wissen nun, dass wir gegen jedes Team bestehen können.»

Wenn da nur nicht dieser eine Fehler gewesen wäre. Dieser hat den Schweizern den Sieg und die wichtigen zwei Punkte im Direktduell gegen Dänemark geholfen. Doch die U20-Nationalmannschaft macht Hoffnung auf mehr. Mehr solche Spiele zu sehen und den grossen ein Bein zu stellen. Bereits in der Nacht auf morgen können die jungen Eisgenossen dies. Und wetten, dass nach diesem Spiel Trainer Christian Wohlwend erneut sagen wird: « Wir haben das Spiel gemacht.»

Hier geht es zum Liveticker des Spieles.

Teile diesen Artikel
Previous Article
Next Article

Immer aktuell bleiben

Eishockeywelt.com ist Stephen Fry proof dank caching durch WP Super Cache