Rassismus hat im Eishockey kein Platz

Eishockey-Arena bekommt türkischen Namen – Club wehrt sich gegen Rassismus.

Für die Krefeld Pinguine ist es ein Deal, der die finanzielle Zukunft sichert – für manche Menschen in der Stadt offenbar ein Grund zum Durchdrehen. Nachdem bekannt wurde, dass die Eishockey – Arena des DEL Teams künftig den Namen eines türkischen Unternehmens tragen wird, hagelt es online Hasskommentare.

Der DEL Club Krefeld Pinguine darf sich freuen: Der klamme Verein konnte ein ortsansässiges Unternehmen als neuen Arena-Namenssponsor gewinnen. Das soll rund ein Million Euro für fünf Jahre bringen. Im Eishockey in Deutschland viel Geld.

Für viele Fans der Pinguine ist das aber offenbar keine gute Nachricht. Denn es handelt sich um das seit 1979 in Krefeld sitzende Unternehmen Yayla. Nach Bekanntgabe des Deals fanden sich unter einem Beitrag des regionalen Radiosenders „Welle Niederhein“ schnell zahlreiche Hetz-Kommentare. User diffamierten die zukünftige „Yayla-Arena“ als „Kanakentempel“ und „Ölaugenarena“.

Pinguine-Pressesprecherin Katharina Schneider-Bodien verurteilt das und kündigt an: “ Wir lesen und prüfen diese Kommentare. Wer unter seinem Klarnamen hetzt und Dauerkarteninhaber bei uns ist, dem kündigen wir, der bekommt sein Geld zurück. Solche Leute wollen wir nicht in der Halle haben“.

Yayla produziert seit 40 Jahren anatolische Spezialitäten in Krefeld und erwirtschaftet mit seinen 40 Arbeitskräften einen Jahresumsatz von 60 Millionen Euro.

Firmen-Manager Camel Gürkan sagt: “ Wir sind hier gross geworden und wollen Krefeld etwas zurück geben.“ Das traurige: Mancher hätte es offenbar lieber, seinen Club leiden zu sehen, als das Geld des Unternehmens anzunehmen.

Quelle: Focus online de

Bildquelle: Eishockeyonline.com

 

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