fbpx

Testspiel in Olten – Man schenkte sich nichts

Mit viel Intensität und einem guten Tempo startete der EHC Olten ins Testspiel gegen die Adler Mannheim. Raufereien und harte Checks waren das Programm im Kleinholz.

Die beiden Vereine standen am heutigen Freitag zum ersten Mal für ein Spiel auf dem Eis. Dennoch wurde gleich mit voller Energie gespielt, von einer schlappen Anfangsphase war nicht viel zu sehen. Die Adler starteten gleich mit viel Druck aufs Tor, wobei sich die Oltner zuerst an das hohe Tempo anpassen mussten. Es kamen einige Schüsse aus Tor von den Adlern zur Anfangsphase. Dennoch, auch bei Olten ging es nicht allzu lange, in der dritten Spielminute gelang ein Spielzug vors Tor, wo Torhüter Endras ein Tor der Solothurner nur mit Mühe verhindern konnte. Dass es das erste Spiel war, sah man an vielen Faktoren, einige fielen noch um während der Anfangsphase oder ein Wechselfehler (ohne Folgen) der ganzen Mannschaft zeigte ebenfalls, dass noch nicht alle bei der Sache wahren.

 

Intensive Startphase

Generell sah man beider Mannschaften ihre Freude am Spiel, beide Equipen kamen mit anständigem Einsatz und waren auch nicht scheu, härtere Checks zu spielen. Wenige Unterbrüche im ersten Drittel sorgten für ein intensives Spiel. In der Hälfte des ersten Drittel kam es dann bereits zu einer Auseinandersetzung zwischen den Spielern, nachdem der Torhüter die Scheibe nach einem Schuss nicht richtig fassen konnte. Dies hatte eine Zweiminuten-Strafe für Hungerecker der Adler zur Folge. Olten konnte nicht nur das Powerplay nicht nutzen, es war ihnen gar äusserst schwierig gefallen ins gegnerische Drittel zu gelangen. Es resultierte lediglich ein Schuss.

 

Keine Beherrschung

Nun war die Frage, wie lange können die Dreitannenstädter mit dem Tempo mithalten? Zwar konnten sie mit der Schnelligkeit der Adler mithalten, dass dies aber nicht ewig hielt, war klar. Olten musste oft mit Checks ausweichen. Anfangs des zweiten Drittels war noch keine rückläufige Steigerung zu sehen, gleich ging Olten mit vielen Schüssen und Chancen ins Mitteldrittel. Belohnt wurden die Leistungen dennoch immer noch nicht, eher im Gegenteil, eine Strafe gegen Truttmann öffnete die Chance für Mannheim, das erste Tor zu schiessen. Dies haben sie auch gemacht, mit Wolf, der einen Querpass von Huhtala erhalten hatte und den ersten Treffer für Mannheim erzielte. Dass man sich auch im Testspiel nichts schenkte, wurde mit den viel vorkommenden Checks und der kleinen Rauferei aus dem Mitteldrittel klar.

 

Freude währte nur kurz

Im Schlussdrittel konnte der EHC Olten dann tatsächlich ein Tor erzielen. Als Haas den Pass entlang der blauen Linie annehmen konnte, spielte er die Scheibe auf Huber, welcher die Scheibe anschliessend an Torhüter Endras vorbeibringen konnte und das erste Tor schiessen. Die Freude währte aber nicht lange, nur eine Spielminute später war Simon Barbero in der Verteidigung nicht aufmerksam und verlor die Scheibe kurzerhand an Hungerecker, welcher die Scheibe backhand in die rechte obere Ecke brachte. Der zwei Tore Vorsprung war wieder hergestellt.

 

„Was ihr könnt, können wir auch“

Noch bevor die letzten 10 Minuten angebrochen waren, geling eine unerwartete Leistungssteigerung der Oltner, mit einem Doppelschlag war schnell der Ausgleich realität. Zuerst war es Bucher, der auf Pass von Hohmann und Muller traf und nur wenige Sekunden nachdem der Stadionsprecher mit der Durchsage fertig war, legte Grossniklaus gleich noch einen drauf und glich das Spiel aus. Nur führte die Leistungssteigerung der Solothurner auch zu einer der Deutschen, es ging nur wenige Minuten bis Kolarik und Krämmer auf 3:5 erhöten. Das Spiel hatte im Schlussdrittel eine überraschende Wendung eingenommen.

Im Anschluss folgte ein Penaltyschiessen, in dem Olten mit 1:0 gewann.

 

Man schenkte sich nichts

Schlussfazit: Es war ein sehr erfrischendes Spiel, wo auch gerne mal die Faust geflogen wurde und die Checks zu Höhenflüge der Gegner führten. Zumindest im Schlussdrittel wurde eine Leistungssteigerung nicht belohnt, wer nicht aufgepasst hat, bekam ziemlich schnell ein Tor. Für die über 1000 anwesenden Fans war dies sicherlich ein gutes Spiel zum Auftakt, auch wenn es für die Mehrheit eine Niederlage ihres Teams bedeutete.

 

Olten – Mannheim 3:5 (0:0, 0:1, 3:4)

Sportanlage Kleinholz, Olten. – 1129 Zuschauer.

SR:  Stricker (91) /Koch (43), Duarte (60) / Obwegeser (79 ) –

Tore Olten: 46. Huber (Haas, Grossniklaus), 49. Bucher (Hohmann, Muller), 49. Grossniklaus (Truttmann)

Tore Mannheim: 27. Eisenschmied (Katic, Kolarik), 34. Wolf (Huhtala), 47. Hungerecker, 51. 42 (90), 52. 21 (14)

Strafen Olten: 25. Truttmann (2), 59. Ulmer (2)

Strafen Mannheim: 11. Hungerecker (2), 29. Lampl (2)

Olten: Heughebaert, Rouiller, Haas, Hohmann, Ulmer – Bagnoud, Lüthi, Schwarzenbach, Chiriayev, Truttmann – Bucher, Eigenmann, Müller, Mäder, Huber – Grossniklaus, Barbero, Wyss, Rexha, Gerber – Im Tor: Matthias Mischler, Simon Rytz (ET)

Mannheim: Lehtivuori, Lampi, Wolf, Desjardins, Huhtala – Mikkelson, Seider, Adam, Festerling, Kolarik – Katic, Larkin, Kink, Eisenschmid, Krämmer – Akdag, Möser, Preto, Lambacher, Hungerecker – Im Tor: Dennis Endras, Chet Pickard (ET)

Bemerkungen: Olten fehlen Schneuwly (Verletzt), Gervais, Vodoz, Zanatta, Horansky (Überzählig) – Mannheim fehlen Bernhard, Raedeke, Smith, Plachta, Goc, Somaries, Reul, Pantkowsky

Pfostenschüsse: 41. (Mannheim)

Text und Bild: Casper Thiriet by Eishockeywelt.com

Teile diesen Artikel
Previous Article
Next Article

Immer aktuell bleiben

Eishockeywelt.com ist Stephen Fry proof dank caching durch WP Super Cache